Bilder aus 2015

Aufnahmen von Frau Lange 09.2015

Die Grabeskirche St. Joseph

 

Die Geschichte der Josephskirche ist auch die Geschichte ihrer Gemeinde, die den Kirchenbau erst lebendig werden lässt.

Als am 19. März 1889 am Josefsfest - der 1. Spatenstich zum Bau der Kirche erfolgte, war bereits das Fundament gelegt:  Der Glaube, die Hoffnung und der Optimismus der Menschen waren das eigentliche Fundament für den Wunsch nach einem eigenen Gotteshaus im damaligen Viersener Süden.

Doch dieses Fundament war in den nachfolgenden 127 Jahren immer wieder Erschütterungen und Erprobungen seiner Verlässlichkeit ausgesetzt. Zwei Weltkriege, die Wirtschaftskriese in den zwanziger Jahren und die Zeit des Nationalsozialismus beeinflussten das Leben der Gemeinde. Doch auch innerkirchliche Veränderungen stellten stets neue Anforderungen an Seelsorger und Gläubige bis auf den heutigen Tag. Dabei ist uns der Optimismus der Menschen von 1889 Vorbild und Triebfeder zugleich.

Im Kirchenbau wird die Vergangenheit lebendig, hier wird die Zukunft  Wirklichkeit in Form der Grabeskirche. Zukunft und Vergangenheit, Leben und Tod, Anfang und Ende werden durch die Taufe symbolisiert und sind uns Christen Aufgabe und Ansporn zugleich.

Dabei vertrauen die Menschen auf den Pfarrpatron, den heiligen Josef. Josef heißt: Gott fügt hinzu . In der neu gestalteten Grabeskirche wird die Endlichkeit unseres irdischen Lebens sichtbar, das seine Fortführung findet im Leben bei Gott.
Somit hat St. Joseph eine weitere Funktion erhalten: Eine Brückenfunktion zwischen dem Hier und dem Jenseits. Gott fügt hinzu.

Leben wir, so leben wir dem Herrn,

sterben wir, so sterben wir dem Herrn.

Ob wir leben oder ob wir sterben, wir gehören dem Herrn.

Röm 14, 8